Wichtiger Schritt zur Digitalisierung des Gesundheitssystems: Der Ständerat sagt ja zum E-Rezept

Bern, 11.06.2026

Mit der Verabschiedung der Revision des Heilmittelgesetzes (HMG) macht der Ständerat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Modernisierung des Schweizer Gesundheitssystems. Für prio.swiss stellt die Einführung des elektronischen Rezepts und Medikationsplans einen bedeutenden Fortschritt dar. Diese Instrumente verbessern die Patientensicherheit und treiben gleichzeitig die digitale Transformation im Interesse der Versicherten voran. Deshalb fordert prio.swiss nun ihre rasche Einführung durch die Leistungserbringer.

«Mit diesem Entscheid setzt der Ständerat ein starkes Zeichen für ein Gesundheitssystem, das effizienter, zukunftsgerichteter und sicherer für die Patientinnen und Patienten ist. Die Schweiz ist verglichen mit vielen europäischen Ländern im Verzug im Bereich der Digitalisierung. Diese Reform bietet eine konkrete Antwort auf diese Herausforderung», betont Saskia Schenker, Direktorin von prio.swiss.

In mehreren europäischen Ländern werden das elektronische Rezept und der elektronische Medikationsplan bereits breit eingesetzt. Ihr Nutzen sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch für die Gesundheitsfachpersonen ist erwiesen. Abgesehen davon, dass diese Instrumente zur Digitalisierung des Sektors beitragen, ermöglichen sie vor allem, die Behandlungssicherheit zu verbessern. Damit der elektronische Medikationsplan sein Potenzial voll entfalten kann, muss er nach Ansicht von prio.swiss auf einer gemeinsamen Medikationsliste basieren, die von allen Akteuren des Gesundheitssystems geteilt wird. Diese in den Swiss Health Data Space integrierte Infrastruktur kann die erwarteten Vorteile jedoch nur entfalten, wenn die Leistungserbringer verpflichtet werden, sie zu verwenden und systematisch zu ergänzen.

 

Kompatible Systeme

Für prio.swiss ist entscheidend, dass diese neuen Lösungen auf sicheren und kompatiblen Systemen beruhen müssen. Dieser Ansatz gewährleistet einen sicheren Datenaustausch. Zudem begünstigt er die Innovation und erleichtert die Integration neuer Lösungen in das bestehende Ökosystem.

Für prio.swiss bietet die Digitalisierung ein erhebliches Potenzial zur Verbesserung der Effizienz des Gesundheitssystems und zur Kostenreduktion. Ihr Erfolg hängt jedoch von einer pragmatischen Umsetzung ab, die in die bestehenden Prozesse integriert ist und auf den konkreten Nutzen für die Patientinnen und Patienten ausgerichtet ist. Im Interesse der Prämienzahlerinnen und Prämienzahler appelliert prio.swiss an die Leistungserbringer, diese Instrumente unverzüglich umzusetzen.

Medienkontakt

Dirk Meisel, Mediensprecher, 079 193 12 70, media@prio.swiss