Überregionale Spitalplanung: Verbindlicher Schritt für Versorgungsqualität
Nach dem Ständerat will auch der Nationalrat der überregionalen Spitalplanung der Kantone Schub verleihen. Er hat eine Motion an den Bundesrat überwiesen, welche die Kantone gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Leistungsaufträge an die Spitäler – also das eigentliche stationäre Angebot – innerhalb von interkantonalen Versorgungsregionen abzustimmen und gemeinsam zu erteilen. Für prio.swiss ist dies ein notwendiger Schritt, um die Versorgungsqualität durch Konzentration und Spezialisierung zu verbessern sowie den gravierende Fachkräftemangel zu mildern. Doppelspurigkeiten und Überversorgung können reduziert, die Strukturen wirtschaftlicher gestaltet werden. Die Spitalplanung bleibt dabei grundsätzlich in der Kompetenz der Kantone – der Bund soll nur dann eingreifen, wenn die Kantone ihre Koordinationsaufgabe nicht wahrnehmen.
Prämien 2026: Weiteres Effizienzpotenzial nutzen und beschlossene Reformen und Verbesserungen umsetzen
Der Bundesrat hat heute eine Erhöhung der durchschnittlichen Prämie um 4,4 Prozent für 2026 angekündigt. Die Erhöhung ist das Abbild der Gesundheitskosten und zeigt, dass immer mehr Gesundheitsleistungen über die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) vergütet werden. prio.swiss ist überzeugt, dass das Gesundheitssystem noch grosses Effizienzpotenzial birgt, zum Beispiel durch eine bessere Versorgungsplanung und damit auch Vermeidung von Doppelspurigkeiten.
JA zur e-ID – ein wichtiger Meilenstein für die Digitalisierung im Gesundheitswesen
Die Digitalisierung des schweizerischen Gesundheitswesens hat grosses Entwicklungspotential. Das zeigen aktuelle Vorhaben wie Digisanté oder die Initiative E-Rezept Schweiz, und viele andere Initiativen und Projekte in Umsetzung. Am 28. September bietet sich den Schweizerinnen und Schweizer eine wichtige Gelegenheit, den Fortschritt im Gesundheitswesen spürbar zu stärken. Mehrere Verbände aus dem Gesundheitswesen – die FMH, H+, pharmaSuisse, die SBK und prio.swiss – empfehlen aus diesem Grund der Bevölkerung, Ja zu stimmen.
Zwei Qualitätsverträge für die Bereiche Arztpraxen und Ernährungsberatung werden dem Bundesrat zur Genehmigung eingereicht
Der Verband Schweizer Krankenversicherer prio.swiss, die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH und der Schweizerische Verband der Ernährungsberater/innen SVDE haben heute beim Bundesrat die beiden ersten gesamtschweizerischen Qualitätsverträge im praxisambulanten Bereich eingereicht. Der erste Qualitätsvertrag, zwischen prio.swiss und der FMH, betrifft die Arztpraxen. Der zweite Qualitätsvertrag, zwischen prio.swiss und dem SVDE, betrifft die Ernährungsberatung. Damit setzen die Tarifpartner den Artikel zur Stärkung von Qualität und Wirtschaftlichkeit (Art. 58a KVG) um und schaffen eine verbindliche Grundlage für die kontinuierliche Qualitätsentwicklung im Gesundheitswesen.
Die Krankenversicherer unterstützen Brustkrebs-Screenings und fordern gleichzeitig die Radiologen auf, ihre medizinische Verantwortung wahrzunehmen
Brustkrebs-Screeningprogramme spielen eine wichtige Rolle in der Prävention und für die Gesundheit von Frauen. Die Krankenversicherer bekräftigen ihre Un-terstützung für diese Früherkennungsprogramme und werden sich weiterhin an deren Finanzierung beteiligen. Gleichzeitig fordern sie die Radiologen auf, ihre medizinische Verantwortung in dieser Frage wahrzunehmen.
Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht: Schwyzer Spitalplanung lässt nationale Planungsgrundsätze unbeachtet
Der Verband der Schweizer Krankenversicherer, prio.swiss hat heute beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die kürzlich beschlossene Spitalplanung des Kantons Schwyz für den Bereich der Akutsomatik eingereicht. Das grosse Potenzial der gesetzlich vorgeschriebenen interkantonalen Zusammenarbeit wird leider nicht ausgeschöpft. Ziel der geforderten Rückweisung ist es, dass der Kanton das Leistungsangebot der Spitäler auch über die Kantonsgrenzen hinweg so abstimmt und konzentriert, dass die Qualität der stationären Versorgung der Bevölkerung sichergestellt ist. Auch sollen kostenintensive Überversorgung und Doppelspurigkeiten, damit unnötig steigende Gesundheitskosten und Prämien sowie ein sich weiter verschärfender Fachkräftemangel verhindert werden. Die Versicherer sehen die Beschwerde als eine im KVG für solche Fälle geforderte Massnahme ultima ratio, um die regionalpolitische «Blockade» in der Spitalplanung im Interesse des Kantons, der ganzen Region und vor allem der Patientinnen und Patienten zu lösen.
Neuer Apothekertarif LOA V fördert günstigere Biosimilars und erhöht die Sicherheit der Medikamentenabgabe
Der Verband Schweizer Krankenversicherer prio.swiss und der Schweizerische Apothekerverband pharmaSuisse haben den neuen Apothekertarif LOA V überarbeitet und beim BAG eingereicht, dies mit dem Ziel einer Einführung per 1. Januar 2026. Der neue Tarif LOA V bringt zahlreiche Verbesserungen, die den Patienten im Allgemeinen und den Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen im Besonderen zugutekommen werden.
Tarifstruktur für psychologische Psychotherapie nimmt Form an
Die Psy-Verbände FSP, SBAP, ASP und H+ sowie ihr Tarifpartner prio.swiss gehen einen nächsten Schritt in Richtung definitive Tariflösung. Nach jahrelangen Verhandlungen konnten Anfang Juni 2025 die Tarifstruktur-Unterlagen beim BAG zur Vorprüfung eingereicht werden. Das sogenannte Monitoring-Konzept zur Überwachung der Kosten- und Mengenentwicklung bringt noch gemeinsame Herausforderungen mit sich und wird parallel dazu erarbeitet. Die Tarifpartner sind gewillt, die Herausforderungen gemeinsam und partnerschaftlich zu meistern.
Erfolgreiche Implementierung des Qualitätsvertrags zwischen Spitälern und Kliniken sowie den Versicherern
Der Qualitätsvertrag nach Art. 58a KVG zwischen dem Spitalverband H+ und dem Verband Schweizer Krankenversicherer prio.swiss sowie der parallel dazu erarbeitete Qualitätsvertrag mit der Medizinaltarif-Kommission UVG (MTK) sind seit einem Jahr in Kraft.
Der neue ambulante Arzttarif ist genehmigt – und wird nun stetig revidiert
30.04.2025 Der Bundesrat hat heute den neuen ambulanten Arzttarif aus TARDOC und ambulanten Pauschalen mit Auflagen genehmigt. prio.swiss steht als Tarifpartner hinter dem neuen Tarifsystem. Die Schweizer Krankenversicherer freuen sich, dass die Tarifstruktur per 1. Januar 2026 eingeführt werden kann und den veralteten TARMED ablösen wird. Für prio.swiss auch wichtig: Das neue Gesamt-Tarifsystem wird künftig […]