Bern, 12. Mai 2026
Die Vorsorge- und Früherkennungsprogramme bleiben ein zentraler Pfeiler der medizinischen Grundversorgung: Nach dem Brustkrebs-Screening haben Swiss Cancer Screening, die Einkaufsgemeinschaften der Krankenversicherer und prio.swiss, der Verband der Schweizer Krankenversicherer, nun auch für das Darmkrebsscreening eine neue Tariflösung gefunden. Für die Prämienzahlerinnen und Prämienzahler bleiben die Leistungen in den Kantonen, die entsprechende Programme anbieten, unverändert verfügbar.
Die Vorsorge- und Früherkennungsprogramme sind ein wichtiger Bestandteil der Grundversorgung in der Schweiz. Bereits im November 2025 konnten sich Swiss Cancer Screening, ärztliche Fachgesellschaften, die Einkaufsgemeinschaften der Krankenversicherer sowie der Krankenversichererverband prio.swiss auf einen neuen Vertrag zur Abgeltung von Leistungen im Bereich Brustkrebs-Screening einigen. Nun wurden auch für das Darmkrebs-Screening entsprechende Lösungen gefunden.
Die Verhandlungen verliefen insgesamt in einem konstruktiven Rahmen, konstatieren die Partner aus dem Gesundheitswesen. Die Fortführung sämtlicher organisierter und qualitätskontrollierter Vorsorge- und Früherkennungsprogramme in der Schweiz ist somit gewährleistet und stellt insbesondere für die Bevölkerung ein positives Ergebnis dar.
Neuer Ambulanter Arzttarif als Basis
Hintergrund der Vertragsverhandlungen ist die Einführung der neuen ambulanten Arzttarifstruktur per 1. Januar 2026. Diese setzt sich aus dem Einzelleistungstarif TARDOC und den ambulanten Pauschalen zusammen. Die neue Vereinbarung zwischen den Einkaufsgemeinschaften der Krankenversicherer sowie den Verbänden prio.swiss und Swiss Cancer Screening sieht vor, Leistungen in den Bereichen Hausarztmedizin, Gastroenterologie und Pathologie künftig über den Einzelleistungstarif TARDOC abzurechnen. Für Leistungen im Zusammenhang mit dem Blut-im-Stuhl-Test (FIT) wurde hingegen wie bisher eine Pauschale festgelegt.
Für die Bevölkerung ändert sich an der Systematik nichts: Die Angebote im Bereich Darmkrebs-Screening bleiben unverändert bestehen und sind für die Prämienzahlerinnen und Prämienzahler wie bisher zugänglich. Die dazugehörenden Behandlungsleistungen können im Rahmen der Screening-Programme weiterhin franchisebefreit in Anspruch genommen werden.
Medienkontakte
Michèle Leuenberger-Morf, CEO Krebsliga beider Basel und Mitglied Verhandlungsteam SCS, m.leuenberger@klbb.ch, 061 319 99 85
Martina Elisabeth Wagner, Leiterin Kommunikation prio.swiss, media@prio.swiss, 079 599 62 48
Verena Haas, Kommunikation, Einkaufsgemeinschaft HSK AG, mail@ecc-hsk.info, 058 310 75 23
Stefan Schneider, Leiter Kommunikation und Marketing santésuisse, stefan.schneider@santesuisse.ch, 079 344 59 51
CSS, medienkontakt@css.ch